Webversion   Kontakt   Impressum

Aktuelle Informationen aus dem Kirchenkreis Lüchow-Dannenberg

Newsletter 01/2026

Bild: Peter Wiepcke

Inhalt

  1. "Ich bin mit dieser Kirche noch nicht fertig"
  2. Klimafasten 2026 – So viel Du brauchst
  3. Argumentationstraining gegen rechte Parolen
  4. "Letzte-Hilfe-Kurs" – Das kleine 1x1 der Sterbebegleitung
  5. Schulungen zum Präventions- und Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt
  6. Evangelische Jugend: Info-Kanal auf WhatsApp
  7. Ehrenamt: Finanzielle Förderung
  8. Server der Landeskirche: Sperrung der Microsoft Outlook-App
  9. Besondere Gottesdienste

1. "Ich bin mit dieser Kirche noch nicht fertig"

Liebe Leserinnen und Leser,

„Ich habe fertig!“ – wissen Sie noch, von wem dieser Wutausbruch Ende der 1990er kam? 

Genau, Bayern Trainer Giovanni Trappatoni, vor fast 30 Jahren, als er aus lauter Frust mit dem Team hingeschmissen hat.

Am vergangenen Sonntag haben wir uns in einem bewegenden Gottesdienst nach 18 Jahren von unserem Propst Stephan Wichert-von Holten verabschiedet. Was er zu dazu in einem Gespräch vor ein paar Wochen sagte, hörte sich ganz anders an: "Ich bin mit dieser Kirche noch nicht fertig". Das klingt so gar nicht nach dem Groll von Trappatoni, und statt eines Schlussstrichs zum Abschied eher hoffnungsvoll und vielleicht auch ein bisschen trotzig, dass man diesen schweren Tanker Kirche doch noch irgendwie fit machen kann, für die immer stürmischere See, die vor uns liegt. Und vielleicht auch ein bisschen die Erkenntnis, dass es auf einem anderen Deck weitergehen muss, um noch mal aus dem Vollen schöpfen zu können.

Aber da war eben nichts von Resignation oder Frustration zu spüren. Obwohl auch das bei all den Herausforderungen auch verständlich gewesen wäre. Einen Kirchenkreis zu leiten, der so viel mit Strukturveränderungen und Einsparen zu kämpfen hat, ist sicher kein leichtes und immer freudiges Unterfangen.

Das hat sicher viel Energie gekostet, und ich und viele andere hätten es sicher gut verstanden, wenn Stephan gerade auch nach dem viel zu frühen Tod von Karin einfach gesagt hätte: „Ich habe fertig“.

Aber das hast er nicht. Und das ist nicht nur gut so, sondern das beeindruckt mich und davor habe ich großen Respekt: Denn die Ideen, die er in unseren Kirchenkreis eingebracht hast, haben etwas anderes vor Augen gehabt, als nur eine Institution: Ideen, die von der Perspektive auf die Christinnen und Christen vor Ort aus gedacht werden, und wo Strukturen und ihre Veränderungen nicht von oben nach unten, sondern von unten nach oben umgesetzt werden. „Wie können wir als Kirche gut tun“ – das war einer seiner Leitsätze, die ich mitgenommen habe.

Die ganz unterschiedlichen Arbeitsbereiche und -formen, die er dafür entwickelt und im Kirchenkreis geschaffen hast, zeigen das ganz deutlich: Wir haben eine evangelische Akademie, die sich um die Fort- und Weiterbildung gerade auch der Ehrenamtlichen kümmert. Wir hatten ein "Erklärwerk", das die Gemeinden vor Ort unterstützt hat. Es gibt jetzt einen Sozialraum-Manager, der Kirche als Bündnispartnerin vor Ort stärkt. Und ich selber würde heute hier nicht schreiben, wenn er nicht die Idee gehabt hättest, dass unser Kirchenkreis einen Kommunikationsunterstützer braucht. Jemand, der anders als die üblichen Öffentlichkeitsarbeitenden dafür da ist, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, damit Kirche an der Basis das, was sie macht und wofür sie steht, nach draußen bekommt.

Und manches davon ist so erfolgreich gewesen, dass es jetzt auch anderswo übernommen wird, so wie das Kirchenkreispfarramt, das seine Handschrift trägt und dafür Sorge getragen hat, dass man flexibel auf die Herausforderungen des kirchlichen Wandels reagieren kann.

Das alles sind Ideen und Impulse gewesen, die andernorts auch sicher nötig sind, auch wenn die Menschen außerhalb unseres Kirchenkreises bei vielen dieser Projekte erst mal überrascht gewesen sind - und oft waren wir das selbst auch: Was soll das denn? Und wofür ist das gut? Geht das denn überhaupt so? Lohnt sich das?
(Bei meiner Stelle als Kommunikationsunterstützer haben mich schon Leute gefragt, ob ich Hörgeräte für die älteren Gottesdienstbesuchenden bereit stelle)

Aber Stephan hat Kirche eben konsequent von den Menschen vor Ort her gedacht und versucht, neue Wege und Lösungen zu finden, weil ihm - vielleicht früher als dem einen oder der anderen - klar war, dass es anders weitergehen muss, damit es weitergehen kann. 

Von daher ist es gut, dass er mit Kirche noch nicht "fertig" ist und jetzt vielleicht andere von seinen (wie man im Englischen so schön sagt) „outside-the-box“ Ideen, profitieren können.

Mit seinem frohem Mut, seiner Ausdauer und Gottes Segen, den wir ihm alle wünschen, bin ich mir sicher, dass die ersten Ergebnisse seines neuen Arbeitsbereichs nicht lange auf sich warten lassen werden.
Und wenn es dann eine Modellregion zum Ausprobieren brauchst, weißt er ja, wo der experimentierfreudigste Kirchenkreis dieser Landeskirche zu finden ist 😀.

Ich denke, ich spreche für viele, wenn nicht für alle hier im Kirchenkreis, wenn wir ihm für das Möglich-Machen von vielen kleinen und großen Dingen, für das Vertrauen in uns, bei allem, was wir gemeinsam angegangen sind, und dafür, dass er im Zweifelsfall an unserer Seite stand, anstatt „Chef von oben“ zu sein, ein großes und herzliches Dankeschön von uns allen aussprechen.

Für die neue Arbeit und den neuen Lebensabschnitt an der Leine (dem Fluss, nicht dem Halsband, wie unsere Regionalbischöfin Marianne Gorka so schön sagte) möge Gottes Segen die neue Arbeit begleiten, und auf dass sich unsere Wege in nicht allzu ferner Zukunft wieder kreuzen werden!

Herzliche Grüße

 

Ihr Frederik Holst

P.S.: Weiterhin gilt natürlich: Wenn Sie selber Informationen oder Termine haben, die kirchenkreisweit relevant sind und die im Newsletter erscheinen sollen, schicken Sie mir diese gerne gerne per E-Mail an die Absenderadresse dieses Newsletters. Die Länge sollte dabei auf 100 Worte beschränkt sein, kann aber gerne einen Link auf eine Seite mit weiterführenden Informationen enthalten. Einsendeschluss ist jeweils der 15. eines Monats. Wenn Sie andere Menschen kennen, die auch gerne diese Informationen bekommen möchten, dann schicken Sie ihnen gerne diesen Link, um sich einzutragen.

2. Klimafasten 2026 – So viel Du brauchst

Fastenaktion für Klimaschutz und Gerechtigkeit 
Gemeinsam aufbrechen in die Zukunft – Klimaschutz in der Gemeinschaft

Die ökumenische Fastenaktion „Klimafasten 2026 – So viel du brauchst“, vom 18. Februar bis zum 5. April 2026, lädt dazu ein, gemeinsam zu entdecken: Wie kann ein Leben gelingen, das unsere natürlichen Ressourcen nicht überstrapaziert und die Erderhitzung nicht weiter beschleunigt? Und das gleichzeitig nicht eng und kleinlich ist, sondern die Fülle feiert?

Sieben Wochen des Aufbruchs
In der Zeit von Aschermittwoch bis Ostern 2026 nehmen wir uns Zeit für diese Themen:
1.    Genug. Beschenkt.    
Wovon habe ich genug? Was macht mich heute reich?
2.    Gerecht. Lebenswert.    
Wie sieht Gerechtigkeit aus? Ich habe genug – und andere?
3.    Gesund. Versorgt.    
Vom Gesund-Sein und Sich-Versorgt-Wissen.
4.    Gemeinsam. Leben.    
Wie leben wir Gemeinschaft mit allem Lebendigen?
5.    Geschenkt. Zeit.
Zeit erfüllend nutzen, für mich – für andere(s).
6.    Glückselig. Liebevoll.    
Mit allen Sinnen wahrnehmen. Offen, sinnlich, empfänglich.
7.    Schöpfung. Morgen. Gesegnet. Bereichert.    
Vom Segen und von der Verantwortung.

Weitere Infos und Vertiefungen unter www.klimafasten.de

3. Argumentationstraining gegen rechte Parolen

Schlagfertigkeit ist das, was einem auf dem Heimweg einfällt – oder was man trainieren kann.
Ein Argumentationstraining gegen rechte Parolen – 2-teilig am Dienstag, den 24. und 31. März 2026 / 19:00 – 21:00 Uhr

Rechte Parolen, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Verschwörungserzählungen begegnen uns an vielen Orten und eben auch in unserem direkten Umfeld. Was tun, wenn plötzlich ein Familienmitglied oder ein Nachbar rassistische oder sexistische Sprüche macht? Wenn ihr Zeug*innen von Queerfeindlichkeit werdet? Oder sich bei euch in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Gemeinde die Grenzen des Unsagbaren immer weiter verschieben?

Widerspruch erfordert häufig Schlagfertigkeit und Mut.
In Übungen, Diskussionen und dem Erfahrungsaustausch erarbeiten wir uns mehr Sicherheit für couragiertes Handeln gegen Rassismus, Antisemitismus und andere menschenverachtende Äußerungen. Gleichzeitig wollen wir Gelegenheiten, in denen Gespräche miteinander möglich scheinen, erkennen und nutzen.

Die Ziele des Trainings sind:
•    Rechte Parolen entlarven und ihnen begegnen können
•    Eigene Ressourcen entdecken
•    Handlungssicherheit in schwierigen Situationen gewinnen
•    Gesprächskompetenz stärken

Maximal 16 Teilnehmende, Anmeldung (nur für beide Termine zusammen!) bitte direkt per E-Mail an Katrin Karmann.

4. "Letzte-Hilfe-Kurs" – Das kleine 1x1 der Sterbebegleitung

Letzte Hilfe ist so wichtig wie Erste Hilfe!

Letzte-Hilfe-Kurse vermitteln Basiswissen und Orientierungen sowie einfache Handgriffe. Sterbebegleitung ist keine Wissenschaft, sondern praktizierte Mitmenschlichkeit die auch in der Familie und der Nachbarschaft möglich ist. Wir möchten Grundwissen a n die Hand geben und ermutigen, sich Sterbenden zuzuwenden. Denn Zuwendung ist das, was wir alle am Ende des Lebens am meisten brauchen.

Das kleine 1x1 der Sterbebegleitung
Im Kurs sprechen wir über die Normalität des Sterbens als Teil des Lebens, natürlich werden auch Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht angesprochen. Wir thematisieren mögliche Beschwerden die Teil des Sterbeprozesses sind und wie wir bei der Linderung helfen können. Wir überlegen abschließend gemeinsam, wie man Abschied nehmen kann und besprechen unsere Möglichkeiten und Grenzen.

Kursaufbau
Der Kurs besteht aus vier Modulen zu jeweils 45 Minuten. Die Moderation erfolgt durch erfahrene und zertifizierte Kursleitende aus der Hospiz- und Palliativarbeit.
Modul 1: Sterben als ein Teil des Lebens
Modul 2: Vorsorgen und entscheiden
Modul 3: Leiden lindern
Modul 4: Abschied nehmen

Anmeldung bis zum 04.02.26 bei der Ev. Akademie im Wendland:
Tel: 05841-2762 oder per E-Mail an Susanne Schier.

5. Schulungen zum Präventions- und Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt

Im Februar und März gibt es wieder Schulungen zum Präventions- und Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt:
Freitag, 20.02.2026 von 14.00 – 18.00 Uhr im Ev. Gemeindehaus in Dannenberg 
Anmeldung bis zum 06.02.26 über diesen Link: https://www.formulare-e.de/f/schulung-schutzkonzept-20-02-2026
Oder:
Donnerstag, den 05.03.2026 von 14.00 – 18.00 Uhr im Ev. Gemeindehaus in Lüchow
Anmeldung bis zum 19.02.26 über diesen Link: https://www.formulare-e.de/f/schulung-schutzkonzept-05-03-2026
Referent:innen: Christiane-Saskia Runge und Stefan Hauberg, geschulte Multiplikator:innen aus unserem Kirchenkreis

6. Evangelische Jugend: Termine jetzt auf WhatsApp

Du willst wissen, was es wann und wo für Aktivitäten und Veranstaltungen der Evangelischen Jugend in unserem Kirchenkreis gibt?

Folge uns einfach auf WhatsApp, und Du bekommst alle Infos zu Freizeiten, Aktionen und Events – schnell, easy und ohne irgendwas zu verpassen!

7. Ehrenamt: Finanzielle Förderung

Ehrenamtliches Engagement hat eine große gesellschaftliche Bedeutung. Menschen übernehmen dabei soziale Verantwortung. Sie können etwas bewegen und nachhaltig verändern. Mit ihrer Arbeit stärken sie soziale Bindungen, bereichern das kulturelle Leben und stabilisieren demokratische Strukturen. Ehrenamtliche entdecken durch ihr Engagement oft neue Fähigkeiten. Das kommt ihnen selbst und anderen zugute.

Die Landeskirche unterstützt ehrenamtliches Engagement mit einer anteiligen finanziellen Förderung!

Zuschüsse können beispielsweise für Einzel- und Langzeitfortbildungen, Kirchenvorstandsklausuren, Projekte oder auch Ehrenamtlichen-Tage beantragt werden.

Mehr Informationen und das Antragsformular gibt es unter diesem Link.

8. Server der Landeskirche: Sperrung der Microsoft Outlook-App

Eine wichtige Information für alle Haupt- und Ehrenamtlichen, die über eine evlka.de Adresse verfügen und dabei die Outlook App auf einem Apple- oder Android-Handy nutzen:

Leider hat sich herausgestellt, dass der gesamte Datenverkehr inklusiv der Zugangsdaten nicht direkt zwischen dem Client und dem Exchange-Server der Landeskirche erfolgt, sondern über zwischengeschaltete Microsoft-Server geleitet und dort zwischengespeichert wird. Eine vertrauliche interne Kommunikation kann dadurch nicht mehr sichergestellt werden.

Nach Abstimmung mit der Datenschutzaufsichtsbehörde der EKD wird daher der Zugriff der Microsoft Outlook-App für iOS und Android auf den Exchange-Server zum 01.09.2026 gesperrt werden. Sie gilt systemweit und lässt keine Ausnahmen zu.

Sollten Sie (nur als Nutzer:in des Exchange Servers der Landeskirche!) die Outlook-App auf Ihrem Smartphone nutzen, so deinstallieren Sie diese bitte so bald wie möglich und wechseln Sie zu einer alternativen App.

Empfehlungen sowie Konfigurationshinweise finden Sie unter: https://it.landeskirche-hannovers.de/outlookmobile-abloesung

9. Besondere Gottesdienste

Sonntag, 8. Februar, 11 Uhr: Familiengottesdienst in Dannenberg

Am 8.2. feiert die St.-Johannis-Kirchengemeinde Dannenberg einen Familiengottesdienst im Saal des Ev. Gemeindehauses. Der Gottesdienst steht unter der Überschrift „Aller Anfang ist schwer“. Im Mittelpunkt steht eine Geschichte aus dem Neuen Testament. Jesus kommt nach Hause, nach Nazareth. Im Gottesdienst erzählt er den Menschen von Gott. Nicht alle finden das gut.
Die Geschichte wird von Kindern und Jugendlichen vorgespielt. Der Gottesdienst wird von Kirchenvorsteherin Christine Lankat und Pastor Kühnel gestaltet. Der Gemeindegesang wird von Christina Kühnel begleitet.

Samstag, 14. Februar, 18 Uhr: Gottesdienst zum Valentinstag

Ein Gottesdienst zum Valentinstag in der Mensa/Aula der Drachen-Schule
„Herzens-Licht“ zusammen mit Pastorin Elke Meinhardt, Lüchow

Dienstag, 17. Februar, 18 Uhr: "Blaue Stunde" in der Vietzer Kapelle

Wenn Jazz und Kirchenlieder sich treffen... 
Musikalische Andacht mit der Jeetzel Jazz Connection und Pastor Sascha Hintzpeter. Wir singen Kirchenlieder, die anders klingen als sonst.
Tocha Pinchuk: Posaune, Elhad Piescek-Ali: Klavier, Lars Düseler: Kontrabass

Mittwoch, 18. Februar, 18 Uhr: Gottesdienst zum Aschermittwoch
Mit Gefühl! 7 Wochen ohne Härte - Ort: Kapelle Luckau

Freitag, 27. Feburar, 18 Uhr: Church and Snack

Die Landeskirchliche Gemeinschaft startet mit einem neuen Gottesdienstformart: Church and Snack. Entstanden und erarbeitet wurde es von den Teilnehmern der dortigen Alphakurse.

Der erste Gottesdienst "Church and Snack" findet am 27. Februar 2026 um 18 Uhr bei uns in der Gemeinde statt.

Erst gibt es eine neue Form von Gottesdienst und anschließend gibt es für alle einen Abendimbiss. Herzliche Einladung dazu!

Weitere Informationen können telefonisch unter 05841-973517 oder per E-Mail erfragt werden.

Verantwortlich für den Inhalt:

Dr. Frederik Holst
Kommunikation
Kirchenkreis Lüchow-Dannenberg
St. Georgshof 2
29439 Lüchow (Wendland)

Newsletter Abmeldung
     
Webversion   Kontakt   Impressum