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Aktuelle Informationen aus dem Kirchenkreis Lüchow-Dannenberg

Newsletter 10/2025

Bild: Peter Wiepcke

Inhalt

  1. Hoffnung? Eine Zumutung!
  2. Begegnung.Miteinander.Gestalten
  3. Hermine Katz und das ungeheure Wissen der Dachböden
  4. "Welcome on board!" - Workshops für neue (und alte) Kirchenvorstände
  5. Lust auf ein neues Ehrenamt? – Besuche im Haus Hoheneck
  6. Konzerte im Wendland: CLARKS PLANET, Evening Prayer, MusikKirche Restorf, Spirituals in Dannenberg
  7. "Abschiedlich leben"
  8. St. Martin in Breselenz am 8. November
  9. Märchen für Erwachsene in Luckau und Zeetze
  10. Kartoffelsonntag in Dannenberg

1. Hoffnung? Eine Zumutung!

Liebe Leserinnen und Leser,

die Nachricht von der Freilassung der Geiseln und dem zerbrechlichen Schweigen der Waffen in Gaza erfüllt vermutlich alle von uns mit mehr oder weniger großer Erleichterung. Ein Lichtblick in einer Landschaft, die von Trümmern, Tränen und unzähligen Toten gezeichnet ist. Und zugleich kommt da eine schwere Frage auf: Wie kann nach all dem, was war, überhaupt noch Frieden sein?

Ich gebe zu: Manchmal fehlt mir die Hoffnung. Zu oft haben wir gesehen, wie Gewalt auf Gewalt folgt, wie Schmerz neue Mauern errichtet. Wie sehr hat sich das Denken in Feindbildern festgefahren, auf beiden Seiten? Schon alleine die Frage, wie um welche Opfer getrauert wird, vertieft oft Gräben anstatt Brücken zu bauen. Wer sieht da noch den Menschen hinter dem Etikett „Feind“?

In der Bergpredigt sagt Jesus: „Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen“ (Matthäus 5,9). Nicht: Selig sind die, die recht haben. Auch nicht: Selig sind die, die gesiegt haben. Sondern: die Frieden stiften. Das klingt nach aktivem Tun, nach einem Prozess – nicht nach einem Zustand, der plötzlich vom Himmel fällt. Frieden muss man wagen, man muss Mut dazu haben. Und ja: Er wird oft auch eine Zumutung sein. Für diejenigen, die Unrecht erfahren haben oder die ihre Wut rechtfertigen wollen.

Aber der Blick Jesu stellt etwas anderes in den Mittelpunkt: den Menschen als Geschöpf Gottes, nicht seine Nationalität. Den Schmerz, nicht seine politische Deutung. Die Hoffnung, nicht den Hass. Daraus kann man den Mut gewinnen, den ersten Schritt zu tun, auch wenn der Weg ungewiss ist.

Es ist leicht, das als naiv oder illusorisch wegzuwischen. Aber egal, ob in der Weltpolitik oder bei uns am Küchentisch: Wenn wir anfangen, den Blick zu schärfen für das, was den anderen bewegt – und nicht nur für das, was uns stört –, dann kann selbst aus einem Konflikt heraus etwas Neues wachsen. Denn gelebter Frieden beginnt nicht in Konferenzsälen, sondern zwischen Mensch und Mensch: in der Familie, unter Nachbarn und manchmal sogar dort, wo tiefe Verletzungen bestehen. Wenn wir das trotz aller Enttäuschungen nicht aufgeben, dann ist das vielleicht genau der Schritt, den es jetzt braucht, um wieder zueinander zu finden – im Kleinen wie im Großen.

Gelegenheiten zueinander zu finden gibt es auch in diesem Newsletter wieder eine ganze Menge: Ob nun bei einem der hochkarätigen Konzerte, bei den Märchen für Erwachsene oder auf dem St. Martin Fest – an einem der vielen Orte ist bestimmt auch für Sie etwas dabei, wo man gemeinsam neue Hoffnung schöpfen kann!

Herzliche Grüße

Ihr Frederik Holst

P.S.: Weiterhin gilt natürlich: Wenn Sie selber Informationen oder Termine haben, die kirchenkreisweit relevant sind und die im Newsletter erscheinen sollen, schicken Sie mir diese gerne gerne per E-Mail an die Absenderadresse dieses Newsletters. Die Länge sollte dabei auf 100 Worte beschränkt sein, kann aber gerne einen Link auf eine Seite mit weiterführenden Informationen enthalten. Einsendeschluss ist jeweils der 15. eines Monats. Wenn Sie andere Menschen kennen, die auch gerne diese Informationen bekommen möchten, dann schicken Sie ihnen gerne diesen Link, um sich einzutragen.

2. Begegnung.Miteinander.Gestalten

Der ev.-luth. Kirchenkreis Lüchow-Dannenberg setzt ein Zeichen für Respekt und ein friedliches Miteinander in der Vielfalt unserer Gesellschaft. Gemeinsam mit Kirchengemeinden, Initiativen und zivilgesellschaftlichen Gruppen entstehen Projekte, die:

• Begegnung & Dialog fördern
• Vorurteile abbauen
• Zusammenhalt stärken

Ob Erzählcafé, generationenübergreifende Aktionen, gemeinsames Musizieren oder Projekte an Schulen – überall kommen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur, Religion, Generation oder Lebenssituation miteinander ins Gespräch und ins Tun.

Bis zu 10 Projekte vor Ort können mit je 1.500 € Förderung und fachlicher Begleitung unterstützt werden. So entstehen Räume für Austausch, Verständnis und Frieden – über Gemeindegrenzen hinaus.

Vielleicht ist das genau der Funke, den Ihre Gemeinde, Initiative oder Gruppe braucht? Dann kommen Sie zu einer der drei Infoveranstaltungen im November:

Mo 10.11.25, 10 -11:30 Uhr, Ev. Gemeindehaus in Lüchow
Do 13.11.25, 19 -20:30 Uhr, online (Zugangslink bei Anmeldung)
Di 18.11.25, 17 -18:30 Uhr, Ev. Gemeindehaus in Dannenberg

Anmeldung erwünscht unter: https://www.formulare-e.de/f/info-begegnung-miteinander-gestalten

3. Hermine Katz und das ungeheure Wissen der Dachböden

Auch nach 87 Jahren ist der 9. November 1938 ein einschneidender Tag in unserer Geschichte, an dessen Mahnung wir nicht vorbeikommen dürfen. Die Freie Bühne Wendland hat das Thema Ausgrenzung und Mord an jüdischen Mitbürger:innen  beeindruckend, an Hand einer Recherche von Elke Meyer-Hoos, in Szene gesetzt.
Kerstin Wittstamm nimmt das Publikum auf eine ungeheure Zeitreise mit: Was war da los im Wendland vor bald einhundert Jahren? Wer war „der Judeheinzi“, seine Mutter Ottilie Mansfeld, der Großvater Siegmund und alle anderen Mansfelds? Wohin sind sie verschwunden? Noch immer gibt es Spuren dieser Lüchower Familie. Hermine Katz stöbert sie auf, auf den Dachböden unserer Häuser, in Erinnerungen in Archiven…. Sie wurde neugierig, hat recherchiert und so die vergessene Geschichte der Familie Mansfeld erfahren, die sie nun erzählen will. Nach und nach entsteht das Bild einer Familie, die seit Generationen mitten in Lüchow gewohnt hat. Bis am 17.Juli 1942 Bürgermeister von Weye „judenfrei“ für Lüchow verkündete.

Samstag, 8. November 2025 in der St. Johanniskirche Hitzacker 18:00 Uhr

Gefördert vom landeskirchlichen Projekt „Gemeinsam gegen Antisemitismus“.

4. "Welcome on board!" - Workshops für neue (und alte) Kirchenvorstände

Unter dem Motto „Kurs halten!“ findet am 21. November 2025 von 18:00-21:00 zum dritten Mal das digitale Onboarding „Welcome on Board!“ für Kirchenvorstandsmitglieder unserer Landeskirche statt. In rund 25 Workshops gibt es Wissensvermittlung und Einführungen in viele Themen der Kirchenvorstandsarbeit. Mehr zum Spektrum der Angebote finden unter https://www.kirchenagentur.de/themen/gemeindeservice/mitarbeiten/projekte/welcome-on-board. Dort kann man sich auch direkt anmelden.

5. Lust auf ein neues Ehrenamt? – Besuche im Haus Hoheneck

Ohne Kontakt zu anderen Menschen fehlt etwas Entscheidendes! Dies gilt besonders für diejenigen, die in psychiatrischen Pflegeheimen leben, da Pflegenotstand und Berührungsängste zur Isolierung führen können. Die Verhaltensweisen psychisch Kranker mögen uns manchmal sehr fremd erscheinen, ihre Grundbedürfnisse sind jedoch dieselben wie die aller Menschen: gesehen, akzeptiert und wertgeschätzt werden, Gemeinschaft und schöne Momente erleben.

Im Haus Hoheneck, einem psychiatrischen Wohn- und Pflegeheim in Riekau bei Dannenberg, leben rund 100 Bewohner*innen. Wir machen Besuche bei einzelnen Bewohner*innen, gehen mit kleinen Gruppen spazieren, bieten Spielerunden und gemeinsames Singen an und nehmen an Sommerfesten und Weihnachtsfeiern teil. Es gibt viele Bewohner*innen, die selten oder nie Besuch erhalten. 

Wir würden uns sehr über Verstärkung in unserem kleinen Team freuen.
Sind Sie neugierig geworden und haben Lust bekommen, sich uns anzuschließen? Dann melden Sie sich gern bei der Propstei in Lüchow : 05841 2051  Propstei.Luechow-Dannenberg@evlka.de. Für einen persönlichen Kontakt erhalten Sie dort auch unsere Telefonnummern.
Wir freuen uns auf Sie!
Renate Stein und Petra Fischer

6. Konzerte im Wendland: CLARKS PLANET, Evening Prayer, MusikKirche Restorf, Spirituals in Dannenberg

CLARKS PLANET in Langendorf

Space-Pop? Avantgarde? Soundgezauber? Es fällt schwer, ein Etikett an diese Musik zu kleben. Und so verspricht es, ein ganz besonderes Konzert zu werden in der Langendorfer Kirche. Eher ein musikalisch-performatives Erlebnis zwischen Konzert, Kunst und Theater. CLARKS PLANET erschafft eine Atmosphäre mit Sogkraft, in der man sich verlieren und gleichzeitig zu sich kommen kann.

CLARKS PLANET spielt multidimensionalen Space-Pop – eine Klangwelt aus elektronischen Beats, geloopten & geslicten E-Gitarren, synthetischen Bläsern und dazu Naturaufnahmen und Sounds. Darüber liegt eine Stimme wie eine Urstimme: Klar und fremdvertraut. CLARKS‘ Sprache changiert zwischen verschiedenen Sprachen und Lautmalerei.

7. November - 19 Uhr - Langendorfer Kirche
Eintritt: „Schön-dass-Du-hier-bist-Preise“, 5 -18 Euro

Ein Konzert von Sprechzimmer on Tour e.V.
www.sprechzimmer-on-tour.de
www.clarksplanet.de

Evening Prayer vom Kammerchor Wendland in Dannenberg

Wer Stille mag und Chormusik liebt, findet hier beides.Türen auf, Ohren auf. Ein Raum zum Durchatmen: Stimmen zeichnen Linien in die Stille, Worte bekommen Klang.

Palestrinas „Missa brevis“ zeigt klare Polyphonie wie Licht durch Glas – transparent, ruhig, tragend; Stivrinas „Si linguis hominum“ setzt 1. Korinther 13 in heutige Farbe – präzise, pulsierend, textnah; Rudzionytes „Evening prayer“ legt Abendlicht in den Chorklang – konzentriert, warm, nachklingend.

Kurze geistliche Impulse geben den Rahmen. Für Gemeinde und Musikliebhaber:innen gleichermaßen: feine Ensemblearbeit , sauber geführte Linien, hörbare Räume vom Kammerchor Wendland unter der Leitung von Evelyn Hartmann und Worten von Pastorin Janette Kantuser.

Wann und Wo? 31.10.2025, 17:00 Uhr, St. Johannis Kirche, Dannenberg

MusikKirche Restorf

„Musik für Herz und Sinn“ - mit der Bratschistin Anna Lamberti und der Cembalistin Alice Humbert
Im Zentrum ihres Programms stehen Kompositionen im empfindsamen oder galanten Stil, einer Periode zwischen Barock und Klassik, die von einer ganz eigenen, anrührenden Ästhetik geprägt sind. Zu hören sind Werke von Phelipe de los Rios, Carl Philipp Emanuel Bach, William Flackton, Franz Benda, Giorgio Antoniotto und Georg Philipp Telemann sowie Johann Sebastian Bach.

Sonntag, 9. November um 17:00 Uhr in der Restorfer Kirche

Spirituals in Dannenberg

Am 30. November lädt die St.-Johannis-Kirchengemeinde Dannenberg zu einem Adventskonzert der Schweskauer Spiritual-Werkstatt ein. Der Chor singt unter der Leitung von Christof Struck. Der Eintritt ist frei. Um einen Beitrag in der Hutkasse wird gebeten.

30. November, 17.00 Uhr, St. Johannis-Kirche, Dannenberg

7. "Abschiedlich leben"

„Was uns Schwerkranke und Sterbende zu sagen haben- auf das Unerhörte hören“

Was kann ich sagen, wenn ich einen schwerkranken Menschen besuche? Das fragt sich mancher. Man ist unsicher, man könnte etwas Falsches sagen? Viele haben davor Angst. Was kann ich sagen, wenn der Kranke von seinen Ängsten spricht? Wie kann ich von Hoffnung sprechen? Wie kann man Zuhören lernen? Gottfried Mahlke war viele Jahre Krankenhausseelsorger an der Medizinischen Hochschule in Hannover und leitete die Ausbildung für Seelsorgerinnen und Seelsorger in der Landeskirche. Er wird anhand von Beispielen seine Erfahrungen erzählen. Ebenso können alle an diesem Abend sich an dem gemeinsamen Gespräch und Austausch über ihre Erfahrungen beteiligen. 

Donnerstag, 13. November um 19.30 Uhr, Gemeindehaus Clenze, Kirchstraße 18 und Dienstag, 18. November um 19.30 Uhr im Ev. Forum Gartow

 

Weitere Veranstaltungen:

„Loslassen mitten im Leben“ um 19.00 Uhr mit Brigitte Bittermann
Dienstag, 4. November, Gemeindehaus Clenze, Kirchstraße 18 

„Den eigenen Tod, den stirbt man nur…“ (Mascha Kaleko) um 19.00 Uhr mit Brigitte Bittermann
Dienstag, 18. November, jeweils im Gemeindehaus Clenze, Kirchstrasse 18

 

8. St. Martin in Breselenz am 8. November

Schon seit vielen Jahren ist der Martinsmarkt und das Martinsfest rund um den Martinstag und rund um die Martinskirche eine Tradition. In diesem Jahr öffnet der Markt am 08.11.2025 um 14.00 Uhr seine Tore. Kunsthandwerk, kleine Geschenke, Gebasteltes stehen in den Marktbuden zum Verkauf. Kulinarisches und Getränke am Feuerkorb wird es bis in die Nacht hinein geben. Dazu Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus.

Um 17.00 Uhr findet dann der kleine Gottesdienst für Klein und Groß statt, in dessen Anschluss der Laternenumzug durch das Dorf stattfindet. Der Erlös aus dem Getränke- und Essensverkauf ist wieder bestimmt für die Kinder- und Jugendarbeit im Breselenzer Bereich.

Veranstalter sind die Dorfgemeinschaft Breselenz, die Kirchengemeinde, sowie die Feuerwehren Jamel. Anmeldungen für Torten- und Kuchenspenden nimmt Karin Schlegel (05864 1520) sehr gerne entgegen.

9. Märchen für Erwachsene in Luckau und Zeetze

...frei erzählt von Diana Krüger (Kassau)

Am Freitag, 7. November um 19.00 Uhr in der Kapelle in Luckau: "Die Früchte des Lebens ernten“

Am Dienstag, 25. November um 19.00 Uhr in der Kirche in Zeetze

10. Kartoffelsonntag in Dannenberg

Zum diesjährigen Kartoffelsonntag gibt es von der Kirchengemeinde St. Johannis in Dannenberg diese Angebote:

10:00 Uhr: Gottesdienst in der St. Johannis Kirche
11:00 - 17:00 Uhr im Gemeindehaus:

  • Bücherflohmarkt
  • Eine Welt Laden mit Sonderverkauf
  • Kirchencafé
  • Truhe

Zugunsten von Brot für die Welt

Verantwortlich für den Inhalt:

Dr. Frederik Holst
Kommunikation
Kirchenkreis Lüchow-Dannenberg
St. Georgshof 2
29439 Lüchow (Wendland)

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